Augmented Reality in der Fertigung

Augmented Reality in der Fertigung: Wartung, Schulung und Qualitätssicherung im Mittelstand

Augmented Reality in der Fertigung hat sich in den vergangenen Jahren von einer Messehallen-Demonstration zu einem praktisch einsetzbaren Werkzeug entwickelt, das mittelständische Produktionsbetriebe an mehreren Stellen gleichzeitig entlasten kann. Anders als der digitale Zwilling, der ein virtuelles Abbild einer Anlage schafft, oder Predictive-Maintenance-Systeme, die auf Sensordaten und statistische Modelle setzen, blendet Augmented Reality digitale Informationen unmittelbar in das Sichtfeld eines Mitarbeitenden ein, während dieser an der realen Maschine arbeitet. Diese direkte Verknüpfung von digitaler Information und physischer Tätigkeit macht AR zu einem Werkzeug mit einem ungewöhnlich breiten Anwendungsspektrum: von der Fernunterstützung bei Störungen über strukturierte Schulungsprozesse bis zur Qualitätsprüfung mit visueller Abweichungserkennung. Dieser Beitrag ordnet ein, was Augmented Reality in der Fertigung technisch leistet, in welchen drei Kernbereichen sie sich im Mittelstand bereits bewährt hat und welche organisatorischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einführung nötig sind.

Was Augmented Reality in der Fertigung technisch bedeutet

Augmented Reality überlagert die reale Umgebung mit digitalen Zusatzinformationen, etwa Texten, Grafiken, 3D-Modellen oder Videosequenzen, die über ein Tablet, ein Smartphone oder eine Datenbrille sichtbar gemacht werden. Anders als Virtual Reality, die den Nutzer vollständig in eine simulierte Umgebung versetzt, bleibt bei AR der reale Blick auf die Maschine erhalten. Genau diese Eigenschaft macht Augmented Reality für Fertigungsanwendungen besonders geeignet: Ein Mitarbeitender kann weiterhin mit beiden Händen an einer Anlage arbeiten, während relevante Informationen direkt am jeweiligen Bauteil eingeblendet werden, statt in einem separaten Handbuch oder auf einem entfernten Bildschirm nachgeschlagen werden zu müssen.

Technisch basiert die Positionierung der eingeblendeten Informationen meist auf Bilderkennung, Markern oder, bei anspruchsvolleren Systemen, auf räumlichem Tracking, das die Geometrie einer Maschine erkennt und Informationen lagegenau am jeweiligen Bauteil platziert. Für die Content-Erstellung greifen viele Anbieter inzwischen auf bereits vorhandene CAD-Daten oder 3D-Modelle zurück, wodurch sich der Aufwand für die Erstellung von AR-Inhalten gegenüber den frühen Systemen deutlich reduziert hat.

Fernunterstützung bei Störungen und Instandhaltung

Der am weitesten verbreitete Einsatzbereich von Augmented Reality in der Fertigung ist die Remote-Unterstützung bei Maschinenstörungen. Ein Servicetechniker vor Ort trägt eine Datenbrille oder hält ein Tablet mit Kamerafunktion auf die Anlage, während eine Expertin oder ein Experte an einem anderen Standort das Kamerabild live sieht und direkt in dieses Bild Markierungen, Pfeile oder Anweisungen einblenden kann. Statt einer telefonischen Beschreibung, die bei komplexen mechanischen oder elektrischen Problemen häufig zu Missverständnissen führt, sieht der Experte exakt das, was der Techniker vor Ort sieht, und kann punktgenau auf einzelne Bauteile verweisen.

Für mittelständische Maschinenbauer mit Kunden in mehreren Ländern reduziert diese Form der Fernunterstützung den Bedarf an Vor-Ort-Einsätzen erheblich. Reisekosten, Reisezeit und die Verfügbarkeit spezialisierter Servicetechniker sind in vielen Unternehmen begrenzende Faktoren für die Reaktionsgeschwindigkeit bei Störungen. Eine AR-gestützte Fernunterstützung ersetzt zwar nicht jeden Vor-Ort-Einsatz, insbesondere nicht bei Reparaturen, die manuellen Eingriff durch den Experten selbst erfordern, verkürzt aber in vielen Fällen die Zeit bis zur ersten fachkundigen Einschätzung erheblich und ermöglicht es, einfachere Störungen direkt telefonisch begleitet zu beheben.

Schulung und Einarbeitung mit AR-Unterstützung

Ein zweites, im Mittelstand zunehmend genutztes Einsatzfeld ist die Schulung neuer Mitarbeitender an komplexen Anlagen. Klassische Einarbeitung erfolgt häufig durch Begleitung erfahrener Kolleginnen und Kollegen, was wertvolle Produktionskapazität bindet und stark von der individuellen Vermittlungsfähigkeit der einweisenden Person abhängt. AR-gestützte Schulungsmodule blenden stattdessen Schritt-für-Schritt-Anleitungen direkt an der Maschine ein, zeigen, welcher Hebel als Nächstes zu betätigen ist, und markieren sicherheitsrelevante Bereiche visuell, bevor ein Fehler tatsächlich passiert.

Besonders wirksam zeigt sich dieser Ansatz bei Anlagen, die selten gewartet werden oder deren Bedienung saisonal variiert, etwa bei Rüstvorgängen, die nur alle paar Wochen anfallen. In solchen Fällen verblasst erlerntes Wissen zwischen den Einsätzen schneller, als es bei täglich wiederholten Tätigkeiten der Fall wäre. Eine AR-Anleitung, die bei Bedarf jederzeit abrufbar ist, reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Wissensträgern und verkürzt die Zeit, bis neue oder wechselnde Mitarbeitende eine Tätigkeit sicher und fehlerfrei ausführen können.

Qualitätssicherung und visuelle Abweichungserkennung

Im Bereich der Qualitätssicherung nutzt Augmented Reality in der Fertigung die Möglichkeit, ein digitales Soll-Modell direkt über das reale Bauteil zu legen und Abweichungen visuell sichtbar zu machen. Statt Maße einzeln mit einem Messschieber zu erfassen und mit einer Zeichnung abzugleichen, zeigt die AR-Anwendung sofort, an welcher Stelle eine Kontur vom vorgegebenen Modell abweicht. Dieser Abgleich lässt sich sowohl bei der Endkontrolle fertiger Bauteile als auch bei der Montageprüfung einsetzen, etwa um zu überprüfen, ob alle Komponenten an der korrekt vorgesehenen Position verbaut wurden.

Für kleinere Serien und Einzelfertigung, wie sie im deutschen Maschinen- und Anlagenbau häufig vorkommt, bietet dieser Ansatz einen Vorteil gegenüber vollautomatisierten optischen Prüfsystemen, die sich für hochvariante Fertigung wirtschaftlich oft nicht lohnen. Eine AR-gestützte Prüfung kombiniert die Flexibilität einer manuellen Kontrolle mit der Präzision eines digitalen Abgleichs, ohne dass für jede Bauteilvariante ein eigenes automatisiertes Prüfsystem eingerichtet werden müsste.

Ein Praxisbeispiel: Rüstzeitreduzierung durch AR-Anleitung

Ein vereinfachtes Beispiel eines mittelständischen Verpackungsmaschinenherstellers veranschaulicht den praktischen Nutzen: Beim Umrüsten einer Anlage auf ein neues Produktformat mussten Facharbeitende bislang eine mehrseitige, papierbasierte Rüstanleitung Schritt für Schritt abarbeiten, wobei Rückfragen bei unklaren Anleitungsschritten regelmäßig zu Wartezeiten führten, weil die zuständige Fachkraft nicht sofort verfügbar war. Nach Einführung einer tabletgestützten AR-Anleitung, die jeden Rüstschritt direkt an der jeweiligen Baugruppe visualisierte, sank die durchschnittliche Rüstzeit spürbar, weil Missverständnisse über die Reihenfolge einzelner Schritte deutlich seltener auftraten.

Der eigentliche Effekt lag dabei weniger in einer grundlegend neuen Information, die den Mitarbeitenden nicht ohnehin zur Verfügung stand, sondern in der Reduzierung von Unsicherheit während der Durchführung. Die visuelle Bestätigung, den richtigen Schritt am richtigen Ort auszuführen, verringerte die Zahl der Rückfragen und Korrekturschleifen, die zuvor Wartezeiten verursacht hatten.

Hardware-Optionen: Datenbrille, Tablet oder Smartphone

Bei der Wahl der geeigneten Hardware stehen mittelständische Unternehmen vor einer Abwägung zwischen Investitionshöhe, Ergonomie und praktischer Alltagstauglichkeit. Datenbrillen bieten den Vorteil der Freihändigkeit, was insbesondere bei Instandhaltungstätigkeiten wichtig ist, bei denen beide Hände für die eigentliche Arbeit benötigt werden. Gleichzeitig sind hochwertige Industrie-Datenbrillen mit robuster Bauweise und ausreichender Akkulaufzeit für einen vollen Schichtbetrieb noch immer eine spürbare Investition, und nicht jede Anwendung rechtfertigt diesen Aufwand.

Für viele Einsatzfälle, insbesondere in der Schulung und bei punktuellen Fernunterstützungen, reicht ein robustes Tablet mit entsprechender Halterung völlig aus und lässt sich deutlich kostengünstiger und mit geringerer Einarbeitungszeit einführen als eine Datenbrillen-Flotte. Ein pragmatischer Einstieg besteht deshalb häufig darin, zunächst mit Tablet-basierten Anwendungen zu starten und erst bei nachgewiesenem Nutzen und eindeutig freihändigkeitsbedürftigen Anwendungsfällen in Datenbrillen zu investieren.

Organisatorische Voraussetzungen für die Einführung

Content-Erstellung nicht unterschätzen

Der größte Aufwand bei der Einführung von Augmented Reality in der Fertigung liegt selten in der Hardware, sondern in der Erstellung der eigentlichen AR-Inhalte. Anleitungen, Markierungen und Prüfmodelle müssen für jede Maschine, jeden Rüstvorgang oder jede Baugruppe individuell erstellt und gepflegt werden. Unternehmen, die diesen Aufwand unterschätzen, stehen nach der Anschaffung der Hardware häufig vor leeren Anwendungen ohne nutzbaren Inhalt. Ein realistischer Einführungsplan beginnt deshalb mit wenigen, klar abgegrenzten Anwendungsfällen, etwa einer einzelnen kritischen Rüstoperation oder einem häufig auftretenden Störungstyp, statt von Anfang an eine vollständige Bibliothek für den gesamten Maschinenpark aufzubauen.

Integration in bestehende Systeme

Damit Augmented Reality in der Fertigung nachhaltig genutzt wird, sollte sie nicht als isolierte Insellösung betrieben werden, sondern soweit möglich an bestehende Dokumentations- und Instandhaltungssysteme angebunden sein. Wenn eine AR-Anwendung auf dieselben Maschinendaten und Wartungshistorien zugreift, die auch im ERP- oder Instandhaltungssystem gepflegt werden, entfällt die doppelte Datenpflege, und Aktualisierungen an einer Stelle wirken sich automatisch auch auf die AR-Inhalte aus.

Akzeptanz in der Belegschaft aufbauen

Wie bei jeder neuen Technologie entscheidet die Akzeptanz der Belegschaft maßgeblich über den tatsächlichen Nutzen. Mitarbeitende, die eine Anleitung seit Jahren aus dem Kopf beherrschen, empfinden eine zusätzliche AR-Einblendung mitunter zunächst als überflüssig oder sogar störend. Erfolgreiche Einführungen setzen deshalb bewusst zuerst bei neuen Mitarbeitenden, bei besonders fehleranfälligen Tätigkeiten oder bei selten durchgeführten Rüstvorgängen an, wo der Nutzen unmittelbar erlebbar wird, statt die Technologie flächendeckend und ohne erkennbaren persönlichen Vorteil einzuführen.

Kosten-Nutzen-Abwägung für mittelständische Betriebe

Die Investitionsentscheidung für Augmented Reality in der Fertigung sollte nicht allein an der Hardware festgemacht werden, sondern an den vollständigen Lebenszykluskosten einer AR-Anwendung. Neben der Anschaffung von Tablets oder Datenbrillen fallen Lizenzkosten für die eingesetzte AR-Plattform, Aufwand für die Content-Erstellung und laufende Pflegekosten bei Änderungen an Maschinen oder Prozessen an. Wer ausschließlich die Hardwarekosten kalkuliert, unterschätzt regelmäßig den tatsächlichen Gesamtaufwand eines AR-Projekts und gerät später in Erklärungsnot gegenüber der Geschäftsführung, wenn die Kosten die ursprüngliche Schätzung übersteigen.

Auf der Nutzenseite lassen sich Effekte wie reduzierte Rüstzeiten, geringere Fehlerquoten oder verkürzte Einarbeitungszeiten in vielen Fällen recht konkret beziffern, sofern vor der Einführung eine belastbare Ausgangsmessung existiert. Unternehmen, die vor dem Projektstart dokumentieren, wie lange ein bestimmter Rüstvorgang oder eine Schulungsmaßnahme aktuell dauert, können den Effekt der AR-Unterstützung im Nachhinein deutlich überzeugender belegen, als wenn nur ein grober Eindruck einer Verbesserung besteht. Diese Ausgangsmessung wird in der Praxis häufig vernachlässigt, weil sie vor dem eigentlichen AR-Projekt zusätzlichen Aufwand bedeutet, zahlt sich aber bei der späteren Bewertung des Projekterfolgs erkennbar aus.

Zusammenspiel mit anderen Digitalisierungsinitiativen

Augmented Reality in der Fertigung entfaltet ihren größten Nutzen nicht als isoliertes Projekt, sondern im Zusammenspiel mit anderen bereits laufenden Digitalisierungsinitiativen. Unternehmen, die bereits über ein Manufacturing Execution System verfügen, können Auftrags- und Maschinendaten direkt in die AR-Anwendung einspeisen, sodass ein Werker beim Aufruf einer Anleitung automatisch die für den aktuellen Auftrag relevante Variante angezeigt bekommt, statt manuell die passende Version auswählen zu müssen. Ebenso lässt sich ein bestehender digitaler Zwilling als Datenquelle für AR-Inhalte nutzen, da beide Technologien auf denselben zugrunde liegenden 3D-Modellen aufbauen können.

Wo ein Unternehmen bereits Sensordaten aus Predictive-Maintenance-Systemen erfasst, lassen sich diese Daten zusätzlich in die AR-Anwendung einblenden, etwa als aktueller Verschleißwert eines Bauteils direkt am Bauteil selbst. Diese Verzahnung erfordert zwar zusätzliche Integrationsarbeit, vermeidet aber, dass mehrere digitale Insellösungen parallel entstehen, die jeweils eigene Daten pflegen und für die Belegschaft am Ende mehr Verwirrung als Nutzen stiften.

Grenzen und realistische Erwartungen

Augmented Reality in der Fertigung ersetzt weder fundiertes Fachwissen noch die Erfahrung eines geübten Technikers, sondern unterstützt beide, indem sie Informationen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort verfügbar macht. Bei Störungen, die ein tiefes Verständnis der zugrunde liegenden Ursache erfordern, etwa bei intermittierenden elektrischen Fehlern, stößt eine visuelle Anleitung an ihre Grenzen, weil sie strukturell auf bekannte, dokumentierbare Abläufe ausgelegt ist. Auch die Lichtverhältnisse in vielen Produktionshallen, spiegelnde Metalloberflächen oder stark verschmutzte Bauteile können die Bilderkennung und damit die Positionsgenauigkeit der Einblendungen beeinträchtigen.

Ein realistisches Erwartungsmanagement berücksichtigt außerdem, dass sich der Return on Investment nicht in jedem Anwendungsfall gleich schnell einstellt. Bei häufig wiederkehrenden, standardisierten Tätigkeiten mit hohem Fehlerpotenzial amortisiert sich die Content-Erstellung in der Regel deutlich schneller als bei seltenen Spezialfällen, die zwar inhaltlich anspruchsvoll, aber wirtschaftlich weniger relevant sind.

Typische Fehler bei der Einführung von AR in der Fertigung

  • Anschaffung von Datenbrillen ohne vorherige Klärung, welcher konkrete Anwendungsfall damit gelöst werden soll.
  • Unterschätzung des laufenden Pflegeaufwands für AR-Inhalte bei Änderungen an Maschinen oder Prozessen.
  • Fehlende Anbindung an bestehende Instandhaltungs- und Dokumentationssysteme, wodurch Daten doppelt gepflegt werden müssen.
  • Flächendeckende Einführung ohne Pilotphase, wodurch Akzeptanzprobleme erst spät sichtbar werden.
  • Vernachlässigung der Umgebungsbedingungen wie Lichtverhältnisse oder Oberflächenbeschaffenheit bei der Auswahl der Trackingtechnologie.

Checkliste: Augmented Reality in der Fertigung einführen

  1. Einen konkreten, klar abgegrenzten Anwendungsfall mit hohem Fehlerpotenzial oder hoher Wiederholfrequenz auswählen.
  2. Vorhandene CAD-Daten und Dokumentationen auf Wiederverwendbarkeit für AR-Inhalte prüfen.
  3. Hardware entsprechend dem Anwendungsfall wählen, Tablet für den Einstieg, Datenbrille bei nachgewiesenem Bedarf an Freihändigkeit.
  4. Pilotgruppe definieren, bei der der Nutzen unmittelbar erlebbar wird, etwa neue Mitarbeitende oder seltene Rüstvorgänge.
  5. Schnittstelle zu bestehenden Instandhaltungs- und Dokumentationssystemen klären, bevor der Rollout auf weitere Bereiche ausgeweitet wird.
  6. Verantwortliche Person für die laufende Pflege der AR-Inhalte benennen.

Die folgenden Fragen fassen die praxisrelevantesten Aspekte rund um Augmented Reality in der Fertigung zusammen, insbesondere für Produktionsverantwortliche, die eine erste Einführung planen.

FAQ

Lohnt sich Augmented Reality auch für kleinere Fertigungsbetriebe?
Grundsätzlich ja, insbesondere für einzelne, klar abgegrenzte Anwendungsfälle. Der Einstieg über tabletbasierte Lösungen erfordert deutlich geringere Investitionen als eine vollständige Datenbrillen-Ausstattung.

Wie hoch ist der Aufwand für die Erstellung von AR-Inhalten?
Der Aufwand hängt stark davon ab, ob bereits CAD-Daten oder digitale Anleitungen existieren. Ohne vorhandene Digitaldaten steigt der Erstellungsaufwand deutlich, weshalb ein schrittweiser Einstieg mit wenigen Anwendungsfällen empfehlenswert ist.

Ersetzt Augmented Reality klassische Bedienungsanleitungen vollständig?
Nicht zwingend. Viele Unternehmen nutzen AR-Anleitungen ergänzend zu bestehender Dokumentation, insbesondere für Tätigkeiten mit hohem Fehlerpotenzial, während einfache Standardprozesse weiterhin klassisch dokumentiert bleiben können.

Welche Rolle spielen die Lichtverhältnisse in der Produktionshalle?
Schlechte Lichtverhältnisse, spiegelnde Oberflächen oder starke Verschmutzung können die Bilderkennung beeinträchtigen. Vor der Anschaffung sollte deshalb geprüft werden, ob die geplante Trackingtechnologie unter den tatsächlichen Bedingungen der jeweiligen Halle zuverlässig funktioniert.

Wie unterscheidet sich Augmented Reality von digitalen Zwillingen?
Ein digitaler Zwilling bildet eine Anlage vollständig virtuell ab und wird meist für Simulation und Analyse genutzt. Augmented Reality überlagert dagegen die reale Umgebung mit digitalen Informationen und unterstützt damit unmittelbar die praktische Tätigkeit an der echten Maschine.

Quelle: Erweiterte Realität (Wikipedia)

Titelbild: Foto von wu yi auf Unsplash.

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