Edge Computing in der Produktion

Edge Computing in der Produktion: Datenverarbeitung an der Maschine richtig auslegen

Edge Computing in der Produktion verlagert Rechenleistung dorthin, wo die Daten entstehen: an die Maschine, in die Fertigungszelle oder in den Schaltschrank der Linie. Der Ansatz beantwortet ein Problem, das mit wachsender Sensorik entsteht. Eine moderne Fertigungsanlage erzeugt Datenströme, die vollständig in eine zentrale Umgebung zu übertragen weder wirtschaftlich noch technisch sinnvoll ist. Gleichzeitig verlangen viele Anwendungen Antwortzeiten, die eine Übertragung über Weitverkehrsnetze ausschließen. Edge Computing ist dabei kein Gegenentwurf zur zentralen Datenhaltung, sondern deren Ergänzung: Die Verarbeitung wird entlang der Anforderungen aufgeteilt. Dieser Beitrag beschreibt, wie sich eine Edge-Architektur in der Fertigung auslegen lässt, welche Kriterien über den Ort der Verarbeitung entscheiden, wie Hardware und Software ausgewählt werden und welche Betriebs- und Sicherheitsfragen vor der Einführung geklärt sein müssen. Adressiert sind Produktions-, Instandhaltungs- und IT-Verantwortliche, die konkrete Auslegungsentscheidungen treffen.

Titelbild: Foto von Kevin Ache auf Unsplash.

Was Edge Computing in der Fertigung konkret bedeutet

Der Begriff beschreibt eine Verarbeitungsebene zwischen der Steuerungstechnik und der zentralen IT. Unterhalb liegen Sensoren, Aktoren und speicherprogrammierbare Steuerungen mit ihren Echtzeitanforderungen im Millisekundenbereich. Oberhalb liegen Systeme wie MES, ERP oder Analyseplattformen. Die Edge-Ebene nimmt Daten aus der Steuerungsebene auf, verarbeitet sie lokal und gibt verdichtete Ergebnisse nach oben weiter oder Stellgrößen nach unten zurück.

Typische Aufgaben auf dieser Ebene sind Vorverarbeitung und Filterung hochfrequenter Sensordaten, lokale Ausführung von Modellen zur Anomalieerkennung, Protokollumsetzung zwischen Feldbussen und modernen Schnittstellen, Pufferung bei Netzstörungen sowie Visualisierung direkt an der Linie. Gemeinsam ist diesen Aufgaben, dass sie funktionieren müssen, auch wenn die Verbindung zur zentralen Umgebung unterbrochen ist.

Abgrenzung zu Steuerung und Cloud

Eine häufige Fehlannahme ist, Edge-Systeme könnten Steuerungsaufgaben übernehmen. Für harte Echtzeitanforderungen, also garantierte Reaktionszeiten mit engen Toleranzen, bleibt die Steuerung zuständig. Edge-Systeme arbeiten typischerweise im Bereich weicher Echtzeit: Sie liefern schnell, aber ohne die deterministische Garantie einer Steuerung. Umgekehrt gehören Aufgaben, die große Datenmengen über viele Anlagen hinweg auswerten, Modelle trainieren oder langfristige Historien vorhalten, in die zentrale Umgebung.

Entscheidungskriterien für den Verarbeitungsort

Die Auslegung beginnt nicht mit der Hardware, sondern mit der Anwendungsfallanalyse. Für jeden geplanten Anwendungsfall werden fünf Größen bestimmt, aus denen sich der geeignete Verarbeitungsort ergibt.

KriteriumSpricht für EdgeSpricht für zentrale Verarbeitung
AntwortzeitReaktion im Bereich weniger Millisekunden erforderlichReaktion im Sekunden- oder Minutenbereich ausreichend
DatenvolumenHochfrequente Rohdaten, etwa Schwingung oder StromVerdichtete Kennzahlen, Auftrags- und Qualitätsdaten
VerfügbarkeitFunktion muss bei Netzausfall erhalten bleibenUnterbrechung ist tolerierbar
DatenhoheitDaten sollen den Standort nicht verlassenKeine Beschränkung der Weitergabe
RechenbedarfInferenz kleiner ModelleTraining, standortübergreifende Auswertung

Aus der Bewertung folgt in vielen Fällen keine reine Zuordnung, sondern eine Aufteilung. Ein Beispiel: Die Schwingungsüberwachung eines Antriebs verarbeitet Rohdaten mit hoher Abtastrate lokal und berechnet daraus Kennwerte. Nur diese Kennwerte werden übertragen. Das Modell zur Bewertung der Kennwerte wird zentral über die Daten aller Anlagen trainiert und anschließend auf die Edge-Systeme verteilt. Diese Arbeitsteilung ist das übliche Muster.

Architekturmuster

In der Praxis haben sich drei Muster etabliert, die sich in Anzahl und Platzierung der Edge-Knoten unterscheiden.

  • Maschinennaher Knoten: Je Maschine oder Zelle ein kompaktes Gerät, häufig im Schaltschrank montiert. Vorteil ist die kurze Distanz zur Datenquelle und die klare Zuordnung. Nachteil ist die hohe Gerätezahl mit entsprechendem Verwaltungsaufwand.
  • Linien- oder Hallenknoten: Ein leistungsfähigerer Server je Fertigungslinie oder Halle, der mehrere Maschinen bedient. Vorteil ist die geringere Gerätezahl und die Möglichkeit, Daten mehrerer Maschinen zu korrelieren. Nachteil ist die größere Ausfallwirkung.
  • Standortknoten: Ein lokales Rechenzentrum am Werksstandort. Vorteil sind Betriebsroutinen wie in der klassischen IT. Nachteil sind längere Wege und geringere Eignung für sehr kurze Antwortzeiten.

Die Muster schließen sich nicht aus. Verbreitet ist eine Kombination aus maschinennahen Knoten für zeitkritische Funktionen und einem Standortknoten für Aggregation, Speicherung und Bereitstellung an nachgelagerte Systeme.

Schnittstellen und Datenmodell

Der wirtschaftliche Erfolg einer Edge-Architektur hängt weniger an der Hardware als an der Standardisierung der Schnittstellen. Wo Daten aus jeder Maschine in einem eigenen Format abgeholt und individuell aufbereitet werden, entsteht ein Integrationsaufwand, der mit jeder weiteren Maschine linear wächst. Standardisierte Informationsmodelle, wie sie über OPC UA mit branchenspezifischen Companion Specifications definiert werden, verlagern diesen Aufwand einmalig in die Modellierung.

Praktisch bedeutet das eine verbindliche Festlegung: Welche Signale werden aus jeder Maschine bereitgestellt, unter welchen Bezeichnungen, in welchen Einheiten, mit welcher Zeitbasis? Diese Festlegung gehört in das Lastenheft für Neubeschaffungen. Bei Bestandsmaschinen erfolgt die Anpassung über den Edge-Knoten, der als Übersetzer wirkt und die herstellerspezifische Darstellung auf das interne Modell abbildet.

Die teuerste Entscheidung in einem Edge-Projekt ist nicht die Wahl der Hardware, sondern der Verzicht auf ein einheitliches Datenmodell. Ohne dieses Modell wird jede Erweiterung zum Einzelprojekt, und der erhoffte Skaleneffekt tritt nie ein.

Hardwareauswahl und Umgebungsbedingungen

Geräte für den Einsatz in der Fertigung unterscheiden sich deutlich von Bürohardware. Relevante Anforderungen betreffen den zulässigen Temperaturbereich, die Schutzart gegen Staub und Feuchtigkeit, die Beständigkeit gegen Vibration, die elektromagnetische Verträglichkeit, die Montageform und die Versorgungsspannung. Lüfterlose Bauformen sind in staubbelasteten Umgebungen vorzuziehen, ebenso Speichermedien mit industrieller Spezifikation, da Standard-Datenträger bei hohen Schreiblasten und Temperaturschwankungen deutlich früher ausfallen.

Ein oft unterschätzter Punkt ist die Verfügbarkeitszusage über die Lebensdauer der Anlage. Produktionsanlagen laufen häufig zehn Jahre und länger. Wenn das gewählte Edge-Gerät nach drei Jahren abgekündigt wird und der Nachfolger eine andere Softwarebasis benötigt, entsteht ungeplanter Migrationsaufwand über den gesamten Bestand. Langzeitverfügbarkeit und die Dauer der Sicherheitsupdates gehören deshalb in die Auswahlkriterien.

Software und Bereitstellung

Die Verwaltung vieler verteilter Knoten scheitert an manuellen Verfahren. Ab einer zweistelligen Gerätezahl ist eine zentrale Verwaltung erforderlich, die Software verteilt, Konfigurationen versioniert und den Zustand überwacht. Containerisierung hat sich hier durchgesetzt, weil sie Anwendungen von der Gerätekonfiguration entkoppelt und ein Zurückrollen fehlerhafter Versionen ermöglicht.

Wichtig ist ein gestuftes Ausrollverfahren. Neue Softwarestände laufen zunächst auf einem Testknoten, dann auf einer begrenzten Gruppe, dann im Bestand. Ein Verfahren, das alle Knoten gleichzeitig aktualisiert, führt bei einem Fehler zum Ausfall der Überwachung über die gesamte Fertigung. Ebenso erforderlich ist ein definierter Rückfallzustand: Was passiert mit der Anlage, wenn der Edge-Knoten ausfällt? Die Antwort muss lauten, dass die Produktion weiterläuft, gegebenenfalls ohne die Zusatzfunktion.

Absicherung der Edge-Ebene

Edge-Systeme verbinden zwei Netzbereiche mit unterschiedlichen Schutzanforderungen und werden dadurch zu einem sicherheitsrelevanten Bauteil. Die Trennung zwischen Produktionsnetz und Büronetz muss erhalten bleiben. Verbreitet ist eine Zonenarchitektur, in der die Edge-Knoten in einer eigenen Zone stehen und die Kommunikation zwischen den Zonen über kontrollierte Übergänge läuft, ausschließlich in definierten Richtungen und über definierte Dienste.

  1. Bestandsaufnahme: Alle Geräte, Dienste und Kommunikationsbeziehungen erfassen. Ohne aktuelles Inventar ist keine Absicherung möglich.
  2. Zonierung: Netzsegmente mit unterschiedlichem Schutzbedarf trennen und die erlaubten Übergänge dokumentieren.
  3. Härtung: Nicht benötigte Dienste deaktivieren, Standardzugangsdaten ersetzen, Zugriff auf benannte Konten mit definierten Rechten beschränken.
  4. Aktualisierung: Verfahren für Sicherheitsupdates festlegen, einschließlich Wartungsfenstern und Prüfung vor dem Ausrollen.
  5. Überwachung: Protokolldaten der Knoten zentral sammeln und auf auffällige Muster prüfen.
  6. Wiederanlauf: Wiederherstellung eines Knotens üben, einschließlich Konfiguration und Zertifikaten, mit dokumentierter Zeitvorgabe.

Orientierung für die Absicherung industrieller Steuerungsumgebungen bieten die Veröffentlichungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Für Unternehmen, die bereits ein Managementsystem nach ISO 27001 betreiben, lassen sich Edge-Knoten als eigene Objektgruppe in den bestehenden Geltungsbereich aufnehmen, statt eine parallele Struktur aufzubauen.

Wirtschaftlichkeit und typische Fehler

Die Wirtschaftlichkeit ergibt sich selten aus eingesparten Übertragungskosten allein. Tragfähige Nutzenargumente sind vermiedene Stillstände durch frühzeitige Zustandserkennung, geringerer Ausschuss durch prozessnahe Qualitätsbewertung, kürzere Rüstzeiten durch bereitgestellte Prozessparameter und geringerer manueller Erfassungsaufwand. Diese Effekte lassen sich nur bewerten, wenn der Ausgangszustand gemessen wurde. Eine Vorher-Messung über einen ausreichenden Zeitraum ist deshalb Bestandteil der Projektvorbereitung, nicht optional.

Ein häufiger Fehler ist der Start mit einem technisch anspruchsvollen Anwendungsfall wie einer Modellprognose, bevor die Datenbereitstellung stabil funktioniert. Sinnvoller ist die umgekehrte Reihenfolge: zunächst zuverlässige Erfassung und Bereitstellung weniger Signale, dann Auswertung. Ein zweiter Fehler ist die fehlende Zuständigkeitsklärung zwischen Produktion und IT. Edge-Knoten stehen physisch in der Fertigung, funktionieren aber wie IT-Systeme. Ohne schriftlich festgelegte Verantwortung für Betrieb, Aktualisierung und Störungsbehebung entstehen Lücken, die sich erst im Störfall zeigen.

Ein dritter Fehler betrifft die Datenspeicherung. Lokale Speicher sind begrenzt, und Anwendungen, die Rohdaten unbegrenzt vorhalten, füllen den Datenträger und beenden damit die Erfassung. Eine Aufbewahrungsregel je Datenart mit automatischer Löschung gehört in die Grundkonfiguration jedes Knotens.

Zeitbasis und Datenqualität

Ein technisch unscheinbarer, in der Wirkung aber entscheidender Punkt ist die einheitliche Zeitbasis. Werden Messwerte aus mehreren Quellen zusammengeführt, deren Uhren um Sekunden oder Minuten abweichen, sind Korrelationen wertlos und Fehlersuchen führen in die Irre. Erforderlich ist eine Zeitsynchronisation über alle beteiligten Systeme mit definierter Genauigkeit, dokumentierter Quelle und Überwachung der Abweichung. Für Anwendungen mit hohen Anforderungen an die zeitliche Zuordnung reichen einfache Verfahren nicht aus, hier sind präzisere Synchronisationsmechanismen erforderlich.

Ebenso gehört die Qualität der Rohdaten überwacht. Ein Sensor, der einen konstanten Wert liefert, ist nicht notwendigerweise in Ordnung, sondern möglicherweise defekt. Prüfungen auf Wertebereich, Signalstillstand, fehlende Werte und unplausible Sprünge lassen sich auf dem Edge-Knoten umsetzen und verhindern, dass fehlerhafte Daten in nachgelagerte Auswertungen gelangen. Diese Prüfungen gehören in die Grundausstattung jeder Anbindung, nicht in eine spätere Ausbaustufe.

Einführung in Stufen

Ein Rollout über die gesamte Fertigung ohne Vorstufen scheitert an der Zahl gleichzeitig offener Fragen. Bewährt hat sich ein Vorgehen in vier Stufen, das jeweils mit einer Entscheidung endet.

In der ersten Stufe wird eine einzelne Anlage angebunden, mit wenigen Signalen und ohne Auswertung. Ziel ist ausschließlich, dass Daten verlässlich, vollständig und mit korrekter Zeitbasis ankommen. Diese Stufe ist unspektakulär und wird deshalb oft übersprungen, obwohl sie die meisten späteren Probleme verhindert, insbesondere Abweichungen in der Zeitsynchronisation, die jede spätere Korrelation unbrauchbar machen.

In der zweiten Stufe wird der erste fachliche Anwendungsfall umgesetzt, etwa eine Zustandsüberwachung mit Schwellenwerten. Bewertet wird nicht die technische Funktion, sondern ob die Fertigung mit dem Ergebnis arbeitet. Ein Signal, das niemand beachtet, ist kein umgesetzter Anwendungsfall. In der dritten Stufe erfolgt die Übertragung auf gleichartige Anlagen, wobei sich zeigt, ob Datenmodell und Bereitstellungsverfahren tragfähig sind. Erst in der vierten Stufe folgt die Ausweitung auf abweichende Anlagentypen und die Anbindung an übergeordnete Systeme.

Rollen und Fähigkeiten im Betrieb

Für den dauerhaften Betrieb werden Fähigkeiten benötigt, die in mittelständischen Fertigungen selten vollständig vorhanden sind: Netzwerktechnik im Produktionsumfeld, Systemadministration für die Edge-Plattform, Kenntnis der Steuerungstechnik und fachliche Bewertung der Messgrößen. Diese Kombination ist selten in einer Person zu finden. Realistisch ist ein kleines Team mit klar verteilten Aufgaben und einer benannten Person, die den Gesamtbetrieb verantwortet. Wo einzelne Fähigkeiten fehlen, ist externe Unterstützung sinnvoll, allerdings mit definiertem Wissenstransfer, damit die Abhängigkeit nicht dauerhaft wird.

Dokumentation als Betriebsvoraussetzung

Verteilte Systeme ohne aktuelle Dokumentation sind im Störfall kaum zu beherrschen. Erforderlich sind mindestens ein Verzeichnis aller Knoten mit Standort, Adresse, Softwarestand und angebundenen Maschinen, eine Beschreibung der Netzübergänge mit erlaubten Verbindungen sowie eine Ablage der Konfigurationen mit Versionsverlauf. Diese Unterlagen sollten nicht auf einem der Knoten selbst liegen, sondern zentral gesichert sein, da sie gerade dann benötigt werden, wenn ein Knoten nicht erreichbar ist.

Zur Dokumentation gehört außerdem eine Zuordnung der Anwendungsfälle zu den Knoten: Welche Auswertung läuft auf welchem Gerät, welche Datenquellen nutzt sie, welche Empfänger erhalten das Ergebnis? Ohne diese Übersicht ist bei einer Störung nicht erkennbar, welche fachlichen Funktionen ausgefallen sind, und bei einer geplanten Abschaltung nicht absehbar, welche Bereiche zu informieren sind. Die Pflege dieser Zuordnung sollte an das Bereitstellungsverfahren gekoppelt sein, damit sie nicht getrennt gepflegt werden muss und dadurch veraltet.

FAQ

Ab welcher Betriebsgröße lohnt sich Edge Computing?
Nicht die Größe entscheidet, sondern der Anwendungsfall. Bereits eine einzelne kritische Anlage mit hohen Stillstandskosten kann einen Edge-Knoten rechtfertigen. Umgekehrt bringt eine flächige Ausstattung ohne konkreten Nutzen auch in großen Werken keinen Ertrag.

Können Bestandsmaschinen ohne moderne Schnittstelle eingebunden werden?
In der Regel ja. Möglichkeiten sind das Auslesen der vorhandenen Steuerung über ihr natives Protokoll, das Nachrüsten von Sensorik unabhängig von der Steuerung oder die Auswertung elektrischer Größen am Anschlusspunkt. Der Aufwand ist je Maschinentyp zu prüfen.

Wie viele Daten sollten dauerhaft lokal gespeichert werden?
So viele, dass eine Netzunterbrechung überbrückt werden kann, zuzüglich eines Puffers für die Fehlersuche. Für hochfrequente Rohdaten ist eine kurze Vorhaltezeit üblich, für verdichtete Kennwerte eine längere.

Wer sollte Edge-Systeme betreiben, Produktion oder IT?
Empfehlenswert ist ein geteiltes Modell: Die IT verantwortet Plattform, Aktualisierung und Absicherung, die Produktion verantwortet Anwendungsfall, Parametrierung und fachliche Bewertung. Die Schnittstelle gehört schriftlich festgelegt.

Ist eine Verbindung nach außen zwingend erforderlich?
Nein. Ein Betrieb ohne Anbindung an externe Netze ist möglich und in sensiblen Umgebungen üblich. Zu klären sind dann Wege für Softwareverteilung und Fernunterstützung sowie deren Absicherung.

Wie lässt sich vermeiden, dass ein Pilotprojekt im Pilotstatus verbleibt?
Durch die Festlegung von Skalierungskriterien vor dem Start: Welches Ergebnis muss erreicht werden, damit der Rollout beschlossen wird, und wer entscheidet darüber zu welchem Zeitpunkt? Ohne diese Festlegung fehlt der Anlass für die Folgeentscheidung.